Einheimische und Gäste kämpfen für den Erhalt der Flimser Bahnen

Gründung des Vereins am 1. August 2009 auf dem Cassons-Grat in Flims-Cassons

Gruppenbild: die Gründungsmitglieder mit dem Alphornbläser Werner Erb und dem Flötisten Blue. (Foto: Heinz Baumberger)

An der letzten ordentlichen Vereinsversammlung wurde folgendes beschlossen:

Der Vorstand muss mit dem Gemeindevorstand Flims und der Weisse Arena Gruppe Kontakt aufnehmen und das Gespräch suchen.

Nachfolgend das Resultat der Bemühungen des Vorstandes:

Von der Weisse Arena Gruppe wurde uns mündlich mitgeteilt:
Für den Vorstand „pro Flims-Cassons gibt es nichts mehr, kein Gespräch und keine Unterlagen.

Unser Vorstand hat den Gemeindevorstand Flims in drei Briefen um ein gemeinsames Gespräch gebeten. Wir erwarteten ein Gespräch (nicht nur eine einseitige Orientierung) und wollten uns konstruktiv in die Planungsarbeiten einbringen. Zweimal hat uns der Gemeindevorstand geantwortet. Hier eine der klaren Antworten des Gemeindevorstandes Flims.

Eine letzte Meldung:
Aus dem Medien mussten wir erfahren dass die Gemeinde Flims und die Weisse Arena Gruppe für die Erschliessung der Tektonikarena (auf der Flimserseite) eine AG gegründet haben. Die Gemeinde Flims ist mit 44% und die Weisse Arena Gruppe mit 56% an dieser AG beteiligt.

Weihnachtsbrief

Liebe Mitglieder, Spenderinnen und Spender des Vereins <pro Flims-Cassons>

Am 13. September 2015 haben die Flimser Stimmberechtigten dem Planungskredit für die Erschlies-sung des UNESCO Welterbes Tektonikarena Sardona in einem Gesamtpaktet „Flimser Seite„ von CHF 850‘000 .... weiter lesen

ruinaulta vom 6. November 2015

im Tagesanzeiger

Flims: Aus für die älteste Pendel-Luftseilbahn der Schweiz
Warum die Cassonsbahn abgerissen wird und wie sich Flims damit von einem Weltkulturerbe distanziert.

Es ist eine Seilbahn, wie sie sich früher alle Buben im Franz Carl Weber als Modellbahn wünschten: rot, steil und lang. Und sie fährt über «gfürchige» Schründe auf einen hohen Grat. Dieser heisst Cassonsgrat, ist 2700 Meter hoch und Teil des Flimsersteins. Diese Seilbahn fuhr am Sonntag zum letzten Mal, heute werden noch die letzten Calanda-Büchsen, Röteli-Flaschen und Hirschsalsize aus dem Cassons-Beizli zu Tale gefugt. Im Frühling, nach der Schneeschmelze, wird die Bahn abgebrochen. Dabei lag die Nostalgiebahn von 1956 vielen Touristen näher als all die von Porsche und Pininfarina gestylten Massenschlepper der Weissen Arena.

Dem Ende der Bahn geht ein jahrelanges Seilziehen zwischen Nostalgikern und Wanderfreunden einerseits sowie der von Reto Gurtner nach marktwirtschaftlichen Kriterien – erfolgreich – geführten Weissen Arena AG voraus. Die Konzession der Bahn läuft Ende 2015 aus. Die kleine Rote mit ihren beiden verbeulten 25er-Gondeln hatte schon lange keine Chance mehr gegen die 120er-Grossraumkabinen auf Crap Sogn Gion oder gegen den modernen Arena-Express. Gurtner, der seinen Berg mit Powerpoint-Folien regiert und sich den Slogan «Revolution am Berg» auf die Fahne schreibt, zeigte an Informationsveranstaltungen immer wieder auf: Das Cassonsbähnli rentiert nie und nimmer.

Ein Grund, warum es das Bähnli so schwer hat, ist der Berg selber – vor allem im Winter, wenn Seilbahnen ihre Umsätze machen. Die Abfahrt vom Grat ist auf den ersten sehr steilen und ungespurten 800 Höhenmetern nur ein Genuss für geübte Tiefschneefahrer.

Finanzloch trotz Martinsloch

2008 erklärte die Unesco die Tektonik­arena Sardona mit den Tschingelhörnern und dem Martinsloch zum Weltnaturerbe. Hier sehe man, «wie die Berge entstanden sind». Überall in Flims, zeitweise auch im Zürcher Hauptbahnhof, wird seither damit geworben. Die Naturwunder seien «mit der Bergbahn einfach zu erreichen», schreibt die Weisse Arena.

Das «einfach» stimmte bisher – dank der Bahn auf den Cassonsgrat. Eine halbe Stunde brauchte der Wanderer, um das Martinsloch zu sehen, durch das die Sonne zweimal im Jahr auf die Kirche von Elm scheint. In anderthalb Stunden stehen auch weniger Trainierte unterhalb des Lochs oder gar auf dem Segnes­pass­. Ab nächstem Frühling – ohne Cassonsbahn – bleiben diese Ziele nur fitten Berggängern offen. Die zusätzlichen 800 Höhenmeter der Cassonsbahn müssen ab Naraus erklommen werden.

Die Nostalgiker und die Revolutionäre, auf deren Seite auch der Gemeinderat Flims steht, haben zwei völlig unterschiedliche Projekte. Der Verein Pro Cassons hat über eine Million Franken gesammelt für ein neues Tragseil der Bahn. Er will die Bahn für 7 Millionen sanieren oder für 14 Millionen neu bauen. Reto Gurtner dagegen plant eine neue Bahn, die nicht mehr auf den Cassons führt, sondern etwas westlich davon 180 Höhenmeter unter dem Grat endet. Die Gemeindeversammlung hat im September einem 850 000-Franken-Planungskredit klar zugestimmt. Geplante Eröffnung ist im besten Fall 2019.

Der Entscheid ist gefallen, auch wenn gestern auf den letzten Fahrten auf den Grat noch nicht alle daran glaubten. Die Talstation steht im Lawinenschutzgebiet und darf nicht ausgebaut oder total erneuert werden. Und die 1974 letztmals total sanierte Bahn ist elektrisch und mechanisch am Ende ihres Lebens. Eine Sanierung kommt laut Fachleuten einem Neubau gleich. Und das wiederum bezeichnet Reto Gurtner als «Illusion von Tagträumern». Daran ändert alle Nostalgie und Schönheit nichts: Die Cassonsbahn gilt als die älteste eidgenössisch konzessionierte Pendel-Luftseilbahn der Schweiz und wird vom Heimatschutz zu den schönsten Verkehrsmitteln gezählt.

Am Samstag und Sonntag, den letzten Tagen der Cassonsbahn, herrschte auf dem Grat Volksfeststimmung. Das Bähnli neigte sich wie immer leicht nach links, weil sich in den Bergtürmen auf der rechten Seite Steinböcke tummelten. Und nochmals konnten Witzbolde die Passagiere mit dem Spruch foppen: «Seht her, ganz viele Steinblöcke!» Von diesen gibts tatsächlich mehr als von Steinböcken.

(Tages-Anzeiger)

(Erstellt: 25.10.2015, 21:27 Uhr)


Die letzte Fahrt einer roten Legende: cassons.tagesanzeiger.ch
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/profit-siegt-in-flims-gegen-nostalgie/story/12148801

Eine Sanierung der Cassonsbahn, in der heutigen Form, ist möglich und kommt nicht einem Neubau gleich. Der Erhalt der ältesten Pendelluftseilbahn der Schweiz ist keine Illusion von Tagträumern.

Anträge und Abstimmung an der 6. Generalversammlung

Protokoll der 6. ordentlichen Vereinsversammlung
Datum: 26. September 2015
Ort: Hotel Waldhaus Flims, Panoramasaal

Klicken Sie hier.

Artikel aus der ruinaulta vom 2. Oktober 2015

Verein «Pro Flims – Cassons» setzt sich weiter für die alte Bahn ein

Der Verein «Pro Flims – Cassons» will sich neu ausrichten und dieses Vorhaben an einer ausserordentlichen Versammllung noch vor Ostern 2016 umsetzen.... weiter lesen

Artikel aus der Südostschweiz vom Montag, 14. September 2015

Die Flimser lassen das «Y» projektieren

Der Planungskredit für die Neuerschliessung des Sardona-welterbes ab flims wurde am Sonntag klar bejaht.

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Abstimmung vom 13. September 2015

Abstimmungsresultat Abstimmung 13.9.15 - 14.30 Uhr (Quelle www.gemeindeflims.ch)

Planungskredit für die Erschliessung des UNESCO Welterbes Tektonikarena Sardona in einem Gesamtpaket "Flimser Seite"

JA Stimmen: 694
NEIN Stimmen: 308
Leere Stimmen: 3
Ungültige Stimmen: 12

Stimmbeteiligung: 56.5 %

Aktuell jetzt auf facebook.com

Radio SRF1

Regierung will neue Spielregeln für geschützte Landschaften

Die Oberengadiner Seenlandschaft gilt als Landschaft von nationaler Bedeutung. IMAGO

Schon seit längerem wollen Touristiker im Oberengadin eine neue Bergbahn bauen. Das Unterfangen ist bis jetzt aber.... weiter lesen

Am 13. September stimmen die Flimserinnen und Flimser über die Zukunft der bald 60 Jahre alten Cassonsbahn ab

SRF1 Bericht - Klicken Sie auf's Bild

Streit um Nostalgie-Seilbahn

Der Kampf um Cassons Kapitel 2015

Cassons

Der Gemeindevorstand von Flims soll einmal die Frage stellen, was bringt die Destination Flims-Laax-Falera dem Tourismusort Flims wirklich?
Kann sich der Tourismusort Flims in der jetzigen Situation überhaupt eine Angebotsreduktion, z.B. die Schliessung der Pendelbahn Naraus-Cassons, leisten?
Im Jahre 2014 bezahlte die Gemeinde Flims 1,92 Mio. Fr. für die Vermarktungsorganisation der Destination Flims-Laax-Falera ein mit dem Effekt, dass die Hotellogiernächte in den Jahren 2008-2014 um 32 % zurückgegangen sind. Im gleichen Jahre bezahlte die Gemeinde Laax für die gleiche Vermarktungsorganisation 1,48 Mo. ein mit dem Effekt, dass die Hotellogiernächte um 37% zugenommen haben.
Leider erhält man von Tourismusverantwortlichen der Gemeinde Flims weder einen Master- noch einen Businessplan.
Oder besteht die ganze Tourismuspolitik des Gemeindevorstandes Flims darin, einfach das Geld nach Laax zu schicken?

Die bestehende Pendelbahn Naraus-Cassons ist in das Schweizerische Seilbahninventar aufgenommen worden und fällt somit unter das Bundesgesetztes über den Natur- und Heimatschutz wird dargetan, dass durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler Bedeutung in ein Inventar des Bundes, es in besonderem Masse die ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnahmen die grösstmögliche Schonung verdient.

Leider kann man zur Frage des Denkmalschutzes der oben erwähnten Pendelbahn der Botschaft zum Planungskredit vom 13. September 2015 des Gemeindevorstandes Flims nicht entnehmen, obwohl die Denkmalschützer das Bundesamt für Kultur (BAK) in ein solches Genehmigungsverfahren eingebunden werden müssen. Zudem ist es für einen Aussenstehenden nicht nachvollziehbar, warum die Restaurierung der bestehenden Pendelbahn rund 8 Mio. Franke kosten würde und warum bei einer Restaurierung der bestehenden Bahn mit einer Reduktion der Personenkapazität pro Kabine von 25 auf 15 Personen zu rechnen ist.
Im Jahresbericht 2013 der Gemeinde Flims äussert sich der Gemeindevorstand Flims zu obiger Angelegenheit wie folgt. " Der Gemeindevorstand Flims sucht mit den involvierten Parteien nach einer gemeinsamen Lösung für eine mögliche Sanierung der bestehenden Cassonsbahn. Diese Variante wäre als Zwischenlösung gedacht, damit kein Unterbruch des Betriebes entsteht und alle Akteure gemeinsam eine längerfristige Lösung in Ruhe planen können." Anderseits stellt sich die Frage, wie das Mitglied aus Flims im fünfköpfigen Ausschuss für die strategische Führung der IG Tektonikarena Sardona, UNESCO Weltnaturerbe Sardona, den Besuchern erklären will, warum dieses Gebiet ab 2016 mittels einer Bergbahn von Flims aus nicht mehr erreichbar ist.

Jürg Christoffel, Flims Dorf

Cassons Cassons

Cassons

Cassons erfährt dieses Jahr einen wohl kaum jemals erreichten Ansturm von begeisterten Berggängern. Die Ursache liegt wohl hauptsächlich im schönen Wetter mit den hohen Temperaturen und dem grossen Interesse an unserer prächtigen Bergwelt. Und alle sind gut gelaunt und glücklich, auch trotz den teilweise langen Wartezeiten in der Talstation Naraus. Cassons ist halt eben eine der Perlen von Flims mit den herrlichen Blumen, mit der speziellen Tierwelt, mit der grandiosen Aussicht und mit den vielen Wandermöglichkeiten.

Und nun soll diese einzigartige, nostalgische Bahn Ende 2015 still gelegt werden. Dass die Lizenz für die Cassonsbahn befristet ist, ist seit mehreren Jahren bekannt. Und so sind alle traurig, verständnislos und stellen viele Fragen. Wurde während der langen Zeit genug für den Erhalt der Cassonserschliessung unternommen? Warum konnten unsere Vorfahren diese zum damaligen Zeitpunkt futuristische Bahn bauen? Sie bewiesen offenbar grossen Mut, Weitsicht und Entschlossenheit. Sie haderten nicht mit teilweise lächerlichen Einwänden wie bürokratische Amtsstellen, unlösbare Lawinengefahren, unrealistische Bergsturzgefahren, zwingende Rentabilität, absurde Umweltbegehren, etc. Probleme waren und sind da, um sachliche und kompetente Lösungen zu finden. Unsere Vorfahren haben bewiesen, dass sie dazu fähig waren. Wie lange wird es dauern, bis Cassons wieder per Bahn erreichbar ist? Wurden verschiedene Übergangsmöglichkeiten und Lösungsvarianten seriös und sachlich geprüft? Was bieten wir unseren Gästen nach der massiven Erhöhung der Tourismusabgaben, wenn herausragende Attraktionen wie Cassons für einige Zeit oder ganz wegfallen? Wer ist für die Projektierung zuständig und wer wird in die zukünftigen Planungsarbeiten mit einbezogen?

Für die Orientierungsversammlung vom 21. August verspricht uns der Gemeindevorstand von Flims klare Informationen über die zukünftige Erschliessung von Cassons, zum Spalegnalift, der Beschneiung der Flimserpisten etc. Ich wünsche und hoffe sehr, dass die Stimmberechtigten von Flims ihre Verantwortung wahrnehmen, sich umfassend informieren zu lassen, um die touristisch richtigen Entscheide zu fällen. Die Zukunft von Flims liegt in unseren Händen. Es darf nicht noch mehr Zeit für die strategisch wichtigen Entscheide vergehen. Nehmen wir unsere Vorfahren als Vorbilder und führen wir Flims in eine Zukunft, die der Ort mit all seinen Rosinen verdient. Ich danke Ihnen für Ihre verantwortungsvollen und weitsichtigen Entscheide

Peter Graf, Flims Dorf


weitere Leserbriefe - klicken Sie hier

Warum wir den Planungskredit ablehnen und wie geht es weiter

Aufgrund der Beschlüsse an der letzten Generalversammlung, der Umfrage zur Y-Variante bei den Vereinsmitgliedern, unserem Variantenvergleich und den uns bisher bekannten Daten der Y-Variante haben wir Folgendes beschlossen:

  • die Y-Variante in der vorgeschlagenen Art nicht zu unterstützen;
  • den Planungskredit von CHF 800 000.– abzulehnen. Wird dieser Kredit angenommen, geht viel Zeit und Geld für ein für Flims ungeeignetes und kaum realisierbares Projekt verloren;
  • wenn der Planungskredit abgelehnt wird, ist sofort mit allen Beteiligten und unter Einbezug der Öffentlichkeit die für Flims und die Region beste und realisierbare Lösung zur Erschliessung des Cassons festzulegen und anschliessend zu projektieren und zu realisieren;
  • je nach Resultat der Abstimmung zum Planungskredit sind an unserer Vereinsversammlung am 26. September 2015 die weiteren Aktivitäten des Vereins «pro Flims-Casssons» zu beschliessen.

Im März 2015 haben wir Sie über den damaligen Stand der Erschliessung von Cassons, unseren Variantenvergleich und die an den Gemeindevorstand Flims und die Weisse Arena Gruppe gestellten Fragen orientiert. In der Zwischenzeit mussten wir realisieren, dass unser Verein mit rund ...weiter lesen

Flims, im März 2015

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Spenderinnen und Spender für die Erhaltung der Cassonsbahn

An unserer letzten Generalversammlung haben wir beschlossen, die Y-Variante in der aktuellen Form nicht zu unterstützen. Und in unserem Weihnachtsbrief kündigten wir an, die Vor- und Nachteile der Varianten "Sanierung und Erneuerung der Cassons-Bahn in bestehender Linienführung" und "Y-Variante" zu vergleichen und auch objektive Kriterien, wie Finanzierbarkeit, wirtschaftliche Tragfähigkeit und etwaige Risiken, mit einzubeziehen.

Wie geplant haben wir, basierend auf unserem aktuellen Kenntnisstand, am 20. Februar 2015 eine Zusammenfassung unserer Arbeit dem Flimser Gemeindepräsidenten Adrian Steiger, Reto Gurtner, VR und CEO der Weissen Arena Gruppe (WAG), und weiteren Vertretern des Gemeindevorstands und der Geschäftsleitung der WAG vorgestellt. Den Variantenvergleich finden Sie auf unserer Website www.flims-cassons.ch; er kann auch per Mail (cassons@flims.ch) oder per Post (pro Flims-Cassons, Postfach 247, CH-7017 Flims Dorf) angefordert werden.

Im Rahmen unseres Vortrags haben wir u.a. folgende Fragen gestellt:

  • Droht eine Erschliessungslücke immer wahrscheinlicher und grösser zu werden?
  • Schwächt die Y-Variante nicht die für Flims und die Region wichtigen Säulen des Sommer- und Wintertourismus im Gebiet Foppa-Naraus-Cassons?
  • Bedarf die bisherige Projektplanung infolge der Wetterverhältnisse im Cassonsgebiet, der Frankenstärke und zur Risikominimierung nicht einer Überarbeitung?
  • Ist ein sofortiger Neubau oder eine Sanierung der Pendelbahn Cassons und ein Ersatz der Sesselbahnen Flims –
  • Foppa – Naraus erst in 2025 nicht eine prüfenswerte Option, da sie die finanziellen Risiken reduziert und dennoch eine notwendige Innovation wäre?

Aus dem Gespräch mit der WAG und dem Gemeindevorstand mussten wir auf diese Fragen zusammenfassend Folgendes zur Kenntnis nehmen:

Aus dem Gespräch mit der WAG und dem Gemeindevorstand mussten wir auf diese Fragen zusammenfassend Folgendes zur Kenntnis nehmen:

Bis auf die klare Aussage, dass es eine Erschliessungslücke unbekannter Dauer geben wird, wurden uns die gestellten Fragen leider noch nicht beantwortet.

Der Cassons und das Gebiet Flims-Foppa-Naraus sind ein wichtiger Teil des Tourismusangebotes von Flims und der Region. Seit bald sechs Jahren versucht unser Verein, mit beträchtlichem Aufwand eine optimale Lösung für die Sanierung und den Ersatz der heutigen Bahnen zu finden. Trotz der Unterstützung unserer Vereinsmitglieder und Spender-
Innen haben wir bis heute bei der WAG und dem Gemeindevorstand Flims keinen Erfolg.

Die Erschließung von Cassons soll auf unbestimmte Zeit nicht mehr möglich sein und allenfalls später durch eine Bahn Startgels – Ils Cugns ersetzt werden, deren Bergstation 180 Höhenmeter unterhalb des Cassons-Grats liegt. Der Tourismus in Flims und der Region wird beträchtlichen Schaden erleiden. Unsere Befürchtung wird durch die neue Infotafel
in der Info-Box bei der Talstation Flims bestätigt.

Für die neue Y-Variante soll eine neue Aktiengesellschaft gegründet werden. Ein wesentlicher Teil des Aktienkapitals soll durch Sponsoring und die Gemeinden aufgebracht werden. Der Gemeindevorstand Flims hat dafür im Investitionsplan 12 Millionen eingeplant.

Es ist endlich an der Zeit, dass zur Erschließung von Cassons und der Investition von 12 Millionen eine breit abgestützte öffentliche Diskussion und Meinungsbildung erfolgt. Das, bevor Geld für Projekte und noch mehr (verlorene) Zeit investiert werden. Unser Variantenvergleich ist dazu eine gute Grundlage. Wir fordern den Gemeindevorstand Flims auf, sofort zu handeln.

Unser Vorstand wird noch weitere Abklärungen vornehmen und den Variantenvergleich laufend anpassen. Wir werden auch weiterhin versuchen, mit dem Gemeindevorstand und der WAG ins Gespräch zu kommen und endlich als Partner anerkannt zu werden.

Wir informieren Sie bei Neuigkeiten auch über unsere Webseite oder Facebook (www.flims-cassons.ch oder www.facebook.com/proflimscassons).

Herzlichen Dank Ihnen, der Bevölkerung und den Gästen von Flims und der Region für die Unterstützung.

Wir wünschen Ihnen allen ein frohes Osterfest.

Für den Vorstand des Vereins pro Flims-Cassons

Hans Sutter
Präsident

Hansjörg Candrian
Aktuar

Als PDF-Datei - klicken Sie hier: Osterbrief 2015 [142 KB]

Variantenvergleich

Denkanstösse zu den derzeitig diskutierten Varianten

Naraus, Cassonsgrad und Tektonikarena Sardena

Als PDF-Datei - klicken Sie hier [2'288 KB]

20.03.2015

Der Gemeindevorstand reagiert [82 KB]

Verein Pro Flims-Cassons fordert die Gemeinde auf, sofort zu handeln

Der Verein pro Flims-Cassons macht der Gemeinde Flims Vorwürfe, dass diese die Angelegenheit Cassons-Bahn nicht vorantreibt .... weiter lesen [82 KB]

Aus der Ratsstube

Der Gemeindevorstand von Flims hat an zwei intensiven Klausurtagen richtungsweisende Entscheide getroffen u.a. zur Erschliessung des UNESCO Welterbes Tektonikarena Sardona in einem Gesamtpaket „Flimser Seite“

Verein -Pro Flims-Cassons-
Postfach 247
CH-7017 Flims Dorf, 21. April 2015



Offener Brief an den Gemeindevorstand Flims

Sehr geehrter Herr Gemeindepräsident
Sehr geehrte Gemeindevorstände

Sie haben in den Medien und auf der Internetseite der Gemeinde Flims Ihre Beschlüsse betreffend der Erschliessung von Cassons veröffentlicht.
Wir erlauben uns, Ihnen auf diese Orientierung mit einem öffentlichen Brief die Meinung des Vorstandes des Vereins „pro Flims-Cassons“ mitzuteilen.

Im Frühjahr 2014 wurden wir von Ihnen und der Weisse Arena Gruppe über das neue Y-Projekt orientiert. Der CEO der WAG erklärte damals, das Y-Projekt könne innerhalb von zwei Jahren realisiert werden. Unsere bisher gestellten Fragen wurden nicht oder nur ungenügend beantwortet, unser Variantenvergleich konnte nicht gemeinsam diskutiert werden. Sie wissen seit längerer Zeit, dass die grosse Mehrheit unserer 3‘000 Mitglieder und Spender gemäss einer Umfrage mit der Y-Variante in der vorliegenden Form nicht einverstanden ist.
Wir bedauern, dass bisher zwischen Ihnen, der WAG und uns kein konstruktiver Dialog möglich war. Zudem haben wir von der im Neujahrsbrief des Gemeindepräsidenten gewünschten Diskussion über die Feriendestination noch nichts gehört.
Angesichts Ihrer jüngsten Information stellen sich uns folgende Fragen:Die veröffentlichten Argumente sind grösstenteils seit Frühjahr 2014 bekannt. Was wurde bis heute, ausser der Suche nach Gründen dass nur die Y-Variante gebaut werden kann, neu erarbeitet? Warum wird erst im September an einer Urnenabstimmung über den Planungskredit von Fr 400‘000.- abgestimmt?Genügt dieser Planungskredit für ein so grosses und komplexes Projekt und wie wurden die bisherigen Arbeiten finanziert?Ist bis zu dieser Abstimmung eine breite öffentliche Diskussion geplant, nicht nur eine Orientierung kurz vor dem Entscheid an der Urne?
Sie wissen, dass der Verein „pro Flims-Casssons“ die Y-Variante in der vorliegenden Form nicht unterstützen kann. Aus den folgenden Gründen ersuchen wir Sie, endlich auf Grund einer breit abgestützten öffentlichen Diskussion die für den Tourismus von Flims und der Region beste und rasch realisierbare Lösung zu erarbeiten:Auch die Erschliessung von Cassons, nicht von Ils Cugns (180 Höhenmeter unterhalb des Grates) ist für Flims systemrelevant. Die Bedeutung dieser Erschliessung ist für den gesamten Sommertourismus der Region sehr gross.Vor der Diskussion um die Y-Variante hat die WAG erklärt, dass eine neueErschliessung ab Flims erst wirtschaftlich ist, wenn 3‘000 neue warme Betten erstellt werden. Die heutige Linienführung zur Erschliessung des Gebietes Foppa-Naraus-Cassons deckt bis zu diesen Zeitpunkt den Bedarf im Winter und im Sommer ab, auch in Richtung Startgels. Die bestehenden Bahnen können etappenweise saniert oder erneuert und somit den zu erwartenden Frequenzen angepasst werden.In diesem Gebiet kann das in der Region fehlende Familien- und Entschleunigungsgebiet entstehen. Der Sommertourismus wird dadurch gestärkt und nicht noch mehr geschwächt.Wenn die Weisse Arena Gruppe für sich das Y-Projekt plant, realisiert und finanziert hat sie auch das alleinige Sagen und trägt auch das alleinige Risiko. Wenn aber, wie offenbar geplant, eine durch öffentliche Gelder und Sponsoren finanzierte AG gegründet wird, haben Sie geschätzte Gemeindevorstände, die Interessen der Gemeinde Flims zu vertreten. Ihre Aussage, dass nur die Y-Lösung realisiert werden kann, ist nicht in allen Teilen objektiv, sie deckt sich nicht mit unseren Abklärungen. Sie haben uns noch kürzlich erklärt, dass eine externe Prüfung nicht notwendig sei.Namentlich Ihr Argument betreffend „roter Lawinenzone“ im Bereich der Cassons-Talstation wirkt angesichts der Bestandesgarantie gemäss Baugesetz reichlich vorgeschoben.



Seit bald 6 Jahren setzt sich der Verein „pro Flims-Cassons“ für die Erhaltung und Erneuerung der Bahnen auf der Flimserseite ein. Leider wurden in dieser Zeit mehrere finanzierbare Lösungen kurz vor der Realisierung abgeblockt.
Wir müssen feststellen, dass uns die Zeit davon läuft. Wenn die Gemeinde nicht rasch handelt wird Cassons längere Zeit nicht erschlossen oder durch eine ungeeignete Bahn für den Sommer- und Wintertourismus verloren sein.

Wir ersuchen Sie, geschätzte Gemeindevorstände, die oben erwähnte breit abgestützte öffentliche Diskussion unverzüglich zu organisieren.
Wenn der Projektierungskredit oder später der Beitrag an die Y-AG abgelehnt wird, sieht es für den Flimser Sommertourismus sehr schlecht aus.

Mit freundlichen Grüssen
Für den Vorstand des Vereins „pro Flims-Cassons“


Der Präsident:
Hans Sutter

Der Aktuar:
Hansjörg Candrian


Offener Brief - Antwort des Gemeindevorstands

zum Vergrössern klicken Sie auf das Bild

Bergbahn Flims-Cassons sorgt für Diskussionen

Seit sechs Jahren diskutieren der Verein «Pro Flims-Cassons», die Weisse Arena-Gruppe und die Gemeinde Flims um die Sanierung der Bergbahn Flims-Cassons. Noch immer ist aber keine Lösung in Sicht ...weiter lesen




Letzte Änderung am Mittwoch, 3. Februar 2016 um 17:51:57 Uhr.

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