Vereinsversammlung 2016

P R O T O K O L L



der 7. ordentlichen Vereinsversammlung



des Vereines Pro Flims-Cassons




Datum: Samstag, den 1. Oktober 2016
Zeit: 17:00 Uhr
Vorsitz: Arno Krucker
Vorsitz Wahlen: Markus Salathé
Anwesend: 113 Mitglieder und zahlreiche Gäste sowie Medienvertreter
Entschuldigt: 17 Mitglieder und zahlreiche Gäste sowie Medienvertreter



1. Begrüssung, Feststellung der Präsenz

Der Präsident konnte zu dieser Versammlung den Gemeindepräsidenten von Flims, Adrian Steiger, das Vorstandmitglied der Gemeinde Flims, Jürg Caprez, die Vertreter der Ortsgemeinde Gams, Hanspeter und Ernst Lenherr, Linus Livers vom Radio Rumantsch, Augustin Beeli der Agentura da Novitads Rumantscha sowie die 113 Mitglieder und die zahlreich erschienenen Gäste begrüssen. An dieser Stelle bedankt sich der Präsident bei der Gemeinde Flims für das dem Verein Pro Flims-Cassons in der Eventhalle Flims an der Via Nova 45 in Flims gewährte Gastrecht. Bei ihm haben sich zahlreiche Mitglieder, eingeladene Gäste sowie Judith Sacchi von der Regionalzeitung Ruinaulta entschuldigt. Zum heutigen Zeitpunkt gehören dem Verein Pro Flims-Cassons 2147 Mitglieder an und verfügt über 543 Spendern und Spenderinnen. Zahlreiche Personen glauben jedoch nicht mehr an den Erfolg des Vereines und sind deshalb ausgetreten. An den Anschluss dieser Versammlung offeriert der Verein den Anwesenden einen Apéro. Die vorgelegte Traktandenliste wird von der Versammlung genehmigt.







2. Wahl der Stimmenzähler und des Protokollführers

Auf Antrag des Präsidenten wählt die Versammlung Kurt Greder sowie Hansjürg Candrian als Stimmenzähler und bestimmt Jürg Christoffel als Protokollführer.



3. Genehmigung des Protokolls der 6. ordentlichen Vereinsversammlung vom 26. September 2015

Das Protokoll der 6. ordentlichen Vereinsversammlung vom 26. September 2015 wurde auf der Homepage des Vereins veröffentlicht oder konnte per Post beim Präsidenten angefordert werden. Die Versammlung wünscht keine Verlesung dieses Protokolls. Die Versammlung genehmigt das Protokoll unter Verdankung an den Verfasser.



4. Jahresbericht des Vorstandes

Der Präsident ergänzt den schriftlichen Jahresbericht des Vorstandes wie folgt
(Zitat):

Sie haben den Jahresbericht mit der Einladung erhalten und konnten sich ein Bild über unsere Aktivitäten machen. Zudem haben wir Sie mit unseren periodischen Briefen auf dem Laufenden gehalten. Ich möchte mich deshalb an dieser Stelle nicht wiederholen, sondern vielmehr einige Zusammenhänge aufzeigen und die Überlegungen des Vorstandes erläutern.

Die Bilanz des 7. Vereinsjahrs lässt sich in zwei Sätze zusammenfassen:

Es war ein Jahr der Blockade, d.h. wir sind unseren Zielen nicht nähergekommen

Es war ein Jahr der Reflexion, d.h. wir hatten unsere eigene Position zu überdenken.Zu Punkt 1: was heisst Blockade? Es waren Prozesse im Gang, auf die wir keinen Einfluss nehmen konnten. Einerseits lief die vom Stimmvolk beschlossene Planung des Y. Das Planungs-Ergebnis soll bis Ende 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Unsere Ideen, Anliegen oder Beiträge zu dieser Planung waren nicht gefragt. Andererseits erfolgte Ende Oktober 2015 die angekündigte Stilllegung der Cassons-Bahn. Das nachfolgende Rückbaugesuch der Weissen Arena AG (WAG) liegt zurzeit beim zuständigen Bundesamt für Verkehr. Der Entscheid steht noch aus. Da wir nicht Einsprache berechtigt waren, konnten wir unsere Haltung in dieser Frage nur via den Heimatschutz bzw. Denkmalpflege einbringen. Uns fehlten die rechtlichen Mittel, um direkt eingreifen zu können. Zusammengefasst: wir sehen aktuell weder in der Y-Planung noch bezüglich des Schicksals der Cassonsbahn konkret weiter.

Zu Punkt 2: Aufgrund der Gegebenheiten mussten wir überlegen, ob unsere Ziele bzw. welche Ziele überhaupt noch erreichbar sind und wie wir sie gegebenenfalls erreichen können. Wenn wir die Realitäten in aller Nüchternheit betrachten, ergibt sich folgendes Bild der Konstellation:

Die bahntechnische Erschliessung der Flimser Seite ist von der Strategie der WAG abhängig. Sie ist Eigentümerin der Konzessionen und Anlagen und entscheidet im Rahmen ihrer Strategie. Diese können wir nicht beeinflussen.

Die Gemeinde Flims ist angewiesen auf die WAG als Investor und als unternehmerischer Initiant. Der Gemeindevorstand (GV) vertritt die Flimser Interessen, wie immer diese auch definiert sein mögen. Sicher scheint, dass für die Berücksichtigung allfälliger Wünsche die Gemeinde zur Kasse gebeten wird, da sich die Flimser-Seite laut WAG nicht 'rechnet' und von ihr quersubventioniert wird. Das letzte Wort zu einer geforderten Mit-Finanzierung haben die Stimmbürger.

Die Mitglieder des Vereins <pro Flims-Cassons> sind Einheimische und Gäste, also Kunden der Destination. Normalerweise ist 'der Kunde König', davon ist aber in Flims und bei der WAG leider wenig zu spüren. Obwohl über 2'500 an der Zahl, stellen unsere Mitglieder in der Gesamtbetrachtung der Verantwortlichen nur eine marginale Grösse dar. Grösseres Gästepotenzial ortet die WAG offenbar in China und im Iran.Aus diesen Zusammenhängen und Machtverhältnissen muss erkannt werden, dass unser Verein im Alleingang nichts bewirken kann. Wir brauchen 'Verbündete', die der Vorstand in der Flimser Öffentlichkeit, d.h. der Bevölkerung und den verschiedenen Organisationen sieht. Wir müssen unseren Einfluss dort geltend machen können, wo letztlich entschieden wird: bei den Stimmbürgern. Deshalb haben wir uns bei diesen umgehört, um eine ungeschminkte Aussensicht, ein Stimmungsbild aus der Position der Öffentlichkeit zu gewinnen. Dabei zeigte sich, dass viele Abhängigkeiten und Missverständnisse die Szene beherrschen und wir insgesamt zu wenig Rückhalt geniessen. Insbesondere wurde erwähnt, dasswir zu viele Anliegen und Ziele verfolgen

demzufolge nicht klar ist, was der Verein will

wir zu dogmatisch und stur agieren

das anfängliche 'feu sacré' einer gewissen Verbissenheit gewichen istAndererseits wurde uns positiv attestiert, dass wir die Öffentlichkeit in der Frage der touristischen Zukunft von Flims sensibilisiert und Lösungsansätze angestossen haben. Ohne unsere Bemühungen wäre die Cassons-Bahn vermutlich schon früher stillgelegt worden. In diesem Sinne spürten wir durchaus auch unterstützende Kräfte.
Aufgrund der geschilderten Erkenntnisse ist der Vorstand 'in sich gegangen' und hat eine Standortbestimmung vorgenommen. Diese haben wir Ihnen im Juni zugestellt. Leitgedanke war dabei, uns auf das Machbare zu konzentrieren und uns im Sinne unserer bisherigen Zielsetzung für eine möglichst rasche Erschliessung des Cassons ohne irgendwelche Nebenbedingungen einzusetzen. Wir erachten den Zeitfaktor als besonders wichtig, denn je länger die Erschliessungslücke dauert, desto schneller verliert Flims an Attraktivität. Wir suchen gezielt die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und den örtlichen Organisationen, um die bestehenden Missverständnisse zu klären und sie von unserem Ziel zu überzeugen, um uns so auch bei den entscheidenden Instanzen Gehör zu verschaffen. Gleichzeitig streben wir nach wie vor einen konstruktiven Dialog mit der WAG und dem GV an und wollen auf diese Weise die schnellstmögliche Realisierung der Erschliessung des Cassons unterstützen.
Mit dieser Renaissance hoffen wir, wieder die ursprüngliche Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu erlangen. Zu diesem Zweck haben wir uns auch ein neues Kleid, ein neues Logo verpasst. Der Schriftzug wiederspiegelt die Marke Flims mit der Farbe des Caumasees. Auch unsere Homepage erscheint in neuem Kleid. Sie ist bereits aufgeschaltet und erscheint in neuer Aufmachung. Ihr werdet feststellen, dass sie übersichtlicher und einfacher strukturiert ist. Noch sind einige Details zu verbessern, was wir nächstens erledigen werden.
Ende Zitat

Aus der Versammlung werden keine Wortmeldungen gewünscht. Der vorgelegte Jahresbericht des Vorstandes wird von der Versammlung genehmigt.

5. Genehmigung der Jahresrechnung des 7. Vereinsjahres 2015/2016
und Kenntnisnahme des Berichtes der Revisoren

Der Präsident stellt der Versammlung die Jahresrechnung 2015/2016 vor und erläutert sie. Der grössere Aufwand lässt sich durch eine vermehrte Vorstandstätigkeit erklären.

Gustav Lorenz ist erstaunt über die vom 50% gegenüber dem Budget überschiessenden Aufwendungen. Alleine die Verwaltungskosten fressen 60% der Einnahmen auf.

Der Präsident erklärt, seitens des Vorstandes habe man im vergangenen Vereinsjahr einfach zu optimistisch budgetiert. Zudem habe der Vorstand im vergangenen Vereinsjahr über E-Mail und auf dem Postweg (Druckkosten, Porti) einen intensiven Kontakt mit den Mitgliedern und Sponsoren gepflegt. Ebenfalls habe die Zahlungsmoral der Mitglieder nachgelassen und die Mitgliederbeiträge müssten zum Teil mittels Mahnung eingezogen werden. Der Vorstand arbeite ehrenamtlich und unentgeltlich und gönne sich nach den Vorstandsitzungen lediglich ein Abendessen. Die Verwaltungskosten werden jedoch im Vereinsjahr 2016/2017 gemäss Budget wieder sinken.

Irene Ulrich möchte dem Vorstand des Vereins Pro Flims-Cassons ein Kränzchen winden. In einer solchen verfahrenen Situation richtig zu reagieren sei sehr schwierig. Dass in dieser Angelegenheit nichts gehe, liege sicherlich nicht am Vorstand des Verein Pro Flims-Cassons. Zudem stehe es heute noch nicht fest, ob überhaupt eine neue bahntechnische Erschliessung des Cassonsgrates möglich ist. Deshalb könne sie die Vorwürfe aus der Versammlung betreffend die erhöhten Aufwendungen seitens des Vorstandes nicht begreifen. Sicherlich habe der Vorstand sein Möglichstes gemacht und in diesem Zusammenhang möchte sie dem Vorstand für seinen Einsatz und seine geleistete Arbeit danken.

Jon Dolf erläutert der Versammlung den Bericht der Revisoren.

Die Versammlung beschliesst die 7. Vereinsrechnung 2015/2016 sowie den dazugehörigen Bericht der Revisoren einstimmig zu genehmigen.



6. Genehmigung des Mitgliederbeitrages für das 8. Vereinsjahr
2016/2017

Der Präsident erläutert die Mitgliederbeiträge für das 8. Vereinsjahr 2016/2017. Der Vorstand schlägt der Versammlung vor, die Mitgliederbeiträge auf dem Niveau des Vereinsjahres 2015/2016 zu belassen. Seitens der Versammlung wird das Wort nicht ergriffen. Die Versammlung genehmigt einstimmig die Mitgliederbeiträge für das 8. Vereinsjahr 2016/2017.



7. Genehmigung des Budgets des 8. Vereinsjahres 2016/2017

Der Präsident erläutert das Budget für das 8. Vereinsjahr 2016/2017. Seitens der Vereinsversammlung wird das Wort zu diesem Traktandum nicht ergriffen. Die Versammlung genehmigt das Budget des 8. Vereinsjahr 2016/2017 mit 112 Ja-Stimmen und einer Enthaltung.



8. Genehmigung der Änderung des Art. 3 der Statuten

Ob eine bahntechnische Erschliessung des Cassonsgrates auf der jetzigen Linie Flims - Foppa - Naraus- Cassons noch möglich sein wird, könne man zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Damit das ursprüngliche Ziel des Vereines jedoch unangetastet bleibe und dem Verein weitere Optionen in dieser Angelegenheit offen stehen schlägt der Vorstand vor, den Artikel 3 (Zweck) der Vereinsstatuten wie folgt zu ändern.

“Der Verein bezweckt die Förderung der touristischen Erschliessung des Flimser Sport- und Erholungsgebietes, insbesondere die bahntechnische Erschliessung des Cassons und all ihrer zugehörigen Anlagen und Betriebe. Er kann Kooperationen mit anderen Vereinen, Verbänden oder Institutionen eingehen, wenn dadurch die Vereinsziele besser erreicht werden.”

Für die Änderung des Artikels 3 der Vereinsstatuten braucht es eine 2/3 Mehrheit der Ja-Stimmen der anwesenden Mitglieder. Im Übrigen werden die Vereinsstatuten nicht geändert.

Die Vereinsversammlung stimmt der Änderung des Artikels 3 der Vereinsstatuten gemäss Vorschlag des Vorstandes mit 109 Ja-Stimmen, einer Nein - Stimme und drei Enthaltungen zu.



9. Wahl des Vorstandes, des Präsidenten und des Vizepräsidenten

Peter Graf hat auf die Weiterarbeit im Vorstand des Vereines Pro Flims- Cassons verzichtet. Die übrigen drei Vorstandmitglieder, Arno Krucker, Roger Langhi und Rainer Riedi stellen sich zur Wiederwahl. Wie jedes Jahr führt Markus Salathé durch dieses Wahlgeschäft. Seitens der Versammlung werden die Wahlvorschläge für den Vorstand nicht vermehrt. Die Versammlung beschliesst die Wahlen nicht geheim durchzuführen. Somit wird von der Versammlung Arno Krucker als Präsident, Roger Langhi als Vizepräsident und Rainer Riedi als Mitglied einstimmig gewählt.



10. Wahl der Revisoren

Eva Gautschi steht als Revisoren für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Jon Dolf stellt sich als Revisor zur Wiederwahl und als Ersatz für Eva Gautschi als Revisor schlägt der Vorstand Jürg Christoffel vor. Auch durch dieses Wahlgeschäft führt Markus Salathé. Seitens der Versammlung werden die Wahlvorschläge für die Revisoren nicht vermehrt. Die Versammlung beschliesst die Wahlen nicht geheim durchzuführen. Somit wird von der Versammlung Jon Dolf (bisher) und Jürg Christoffel (neu) als Revisoren einstimmig gewählt.



11. Ernennung von Ehrenmitgliedern

Der Vorstand schlägt der Versammlung vor folgende Mitglieder zu Ehrenmitgliedern des Vereines Pro Flims-Cassons zu ernennen. Dies sind:

Hans Sutter, Präsident seit Gründung des Vereins
2009 bis Ende März 2016

Sonja Schweizer, Vizepräsident seit der Gründung des Vereins
2009 bis Ende März 2016
Jürg und Gabi Schenkewitz, Gastgeber im Cassons-Beizli
Vom Februar 2012 bis Oktober 2015

In diesem Zusammenhang kommt der Präsident auf die besonderen Verdienste der oben erwähnten Mitglieder in Zusammenhang mit dem Verein Pro Flims-Cassons zu sprechen. Es war eine sehr schwierige Aufgabe, die mit einem sehr grossen Aufwand verbunden gewesen ist, für die Anliegen des Vereins Pro Flims-Cassons ca. 3000 Mitglieder und Spender gewinnen zu können. Zudem ist diesem Team gelungen, für die Erneuerung des Tragseils der Cassons-Bahn über 1 Mio. CHF. Leider haben der Kapitän, Hans Sutter und die erste Offizierin, Sonja Schweizer, das Vereinsschiff verlassen, das sie während vieler Jahre durch die stürmische See geführt haben. Ein frischer Wind kehrte in das Restaurant auf dem Cassonsgrat ein als die Wirtsleute Jürg und Gabi Schenkewitz dieses mit viel Herzblut betrieben haben. Durch Ihre tägliche Präsenz haben die Wirtleute Schenkewitz den Gästen ein Cassons - Erlebnis ermöglicht, das mit der Stilllegung der Pendelbahn Naraus - Cassons durch die Weisse Arena Gruppe ein Ende gefunden hat.

Die Versammlung beschliesst einstimmig mit Akklamation die oben aufgeführten Mitglieder zu Ehrenmitgliedern des Vereins Pro Flims-Cassons zu ernennen. In diesem Zusammenhang übergibt der Präsident den neu ernennten Ehrenmitgliedern eine entsprechende Urkunde sowie ein Geschenk, das den Wünschen den Ehrenmitgliedern entgegengekommen soll.

Hans Sutter bedankt sich für die Ehre, die ihm der Verein Pro Flims-Cassons mit dieser Ehrenmitgliedschaft erwiesen hat. Es war eine interessante, spannende und lehrreiche Aufgabe gewesen und diese Zeit werde ihm in guter Erinnerung bleiben. Leider wurden die Vorschläge seitens des Gemeindevorstandes von Flims und der Weissen Arena Gruppe einfach ignoriert. Leider konnten zwei wichtige Ziele nicht erreicht werden, die lückenlose Erschliessung des Cassonsgrates sowie eine Ersatzlösung für die bestehende Pendelbahn Naraus - Cassons.

Ohne seine Ehefrau, die im Hintergrund für den Verein Pro Flims-Cassons tätig gewesen ist, wäre diese Aufgabe für ihn nicht zu bewältigen gewesen. Er ist überzeugt, dass es auch in Zukunft eine starke Organisation, wie den Verein Pro Flims Pro Cassons benötigt um das Ziel der Neuerschliessung des Cassonsgrates verwirklichen zu können. Den Tourismusverantwortlichen der Destination Flims, Laax, Falera, wünscht er ein gutes Gespür für das, was die Gäste wollen. Man muss ja nicht unbedingt einen Leuchtturm auf dem Berg suchen, denn der Cassonsgrat ist schon lange ein wichtiger Leuchtturm für die Region. Dem Flimser Stimmvolk wünscht er eine gute Hand bei den kommenden Abstimmungen zu der neuen Erschliessung des Cassons - Gebietes. Zudem bedankt er sich bei den früheren und heutigen Vorstandsmitgliedern und allen aktiven Helfern, Vereinsmitglieder und Spendern für die grosse Unterstützung während seiner Vorstandstätigkeit.

Sonja Schweizer, Gabi und Jürg Schenkewitz sind keine Leute der grossen Worte. Deshalb können sie sich den Ausführungen von Hans Sutter nur anschliessen und sich bei der Versammlung für die Ihnen zukommende Ehre herzlich bedanken.

In diesem Zusammenhang erwähnt der Präsident weitere Personen, die sich in der Vergangenheit einen besonderen Verdienst um den Verein Pro Flims-Cassons erworben haben. Dies sind nämlich Marta Lüthi, Anita Kenner, Margrith Sutter und Peter Graf. Ohne ihre tatkräftige Mitarbeit wären die Aufgaben des Vereines Pro Flims-Cassons nicht zu bewältigen gewesen. Für die Anerkennung ihrer Verdienste überreicht der Präsident den erwähnten Mitgliedern Blumen und ein besonderes Geschenk.

Peter Graf bedankt sich bei dem Vorstand und den Mitgliedern des Vereins Pro Flims-Cassons für die sehr gute Zusammenarbeit. Der Verein habe mit seiner Arbeit einiges erreicht. Er habe jedoch den Eindruck gewonnen, dass der Gemeindevorstand von Flims sowie die Weisse Arena Gruppe über ein schlechtes demokratisches Verständnis verfüge. Der Verein Pro Flims- Cassons ist seitens dieser Organisationen in der Angelegenheit Erschliessung des Cassonsgrates konstant abgewiesen worden. Solche Zustände sind seiner Meinung nach beschämend, insbesondere da eine bahntechnische Erschliessung des Cassonsgrates für die Tourismusgemeinde Flims von enormer Bedeutung ist.

Der Gemeindepräsident von Flims, Adrian Steiger, korrigiert den Sprecher dahingehend, dass der Gemeindevorstand von Flims den Dialog in dieser Angelegenheit mit dem Vorstand des Vereins Pro Flims-Cassons nie habe abbrechen wollen. Zum jetzigen Zeitpunkt fehle jedoch dem Gemeindevorstand von Flims die Basis um mit anderen Organisationen über die bahntechnische Erschliessung des Cassonsgrates sprechen zu können.

Peter Graf zeigt kein Verständnis für die Ausführungen vom Gemeindepräsident von Flims.

Von den Vertretern der Gemeinde Gams ist man in dieser Angelegenheit immer zuvorkommend behandelt worden. Heute ist man jedoch immer noch im Unklaren ob eine bahntechnische Bahnerschliessung überhaupt realisierbar ist.

Gilli Schmid kann die Auffassung von Peter Graf nur unterstützen. Seiner Ansicht nach ist die Realisierung der bahntechnischen Neuerschliessung des Cassonsgrates, wie es die Weisse Arena Gruppe und der Gemeindevorstand von Flims vorschlägt, nicht realisierbar. Zudem ist es auch fraglich, ob die Weisse Arena Gruppe auch bereit ist eine bahntechnische Neuerschliessung des Cassonsgrates zu finanzieren und zu realisieren. Deshalb müsse man sich überlegen, ob die bahntechnische Neuerschliessung des Cassonsgrates auf privater Ebene erfolgen soll.

Man müsse einmal abwarten, ob in diesem Falle seitens der beteiligten Parteien ein neues Kapital aufgeschlagen wird und ob sich die involvierten Parteien in Zukunft untereinander einvernehmlich umgehen können.



12. Fristgemäss eingereichte Anträge von Vereinsmitgliedern

Beim Vereinsvorstand sind seitens der Vereinsmitglieder keine Anträge eingereicht worden. Deshalb wird das Wort unter diesem Traktandum nicht ergriffen.



13. Verwendung der Spendengelder

Aufgrund von mehreren Anfragen seitens der Spendern und Spenderinnen betreffend die Spende für den Ersatz der Seile der Pendelbahn Naraus - Cassons und aufgrund der derzeitigen Unsicherheit über das Schicksal dieser Pendelbahn möchte der Vorstand seine Haltung in Bezug auf die Verwendung der Spendengelder wie folgt kundtun:

Der Zweck der Spenden ist der Ersatz des Tragseiles der Pendelbahn Naraus - Cassons. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Spenden ihrem Zweck zuzuführen, solange noch nicht feststeht, ob die Pendelbahn Naraus - Cassons mittels Zustimmung der zuständigen Behörden abgebrochen werden kann. Da im jetzigen Zeitpunkt noch keine Bewilligung für den Rückbau der Pendelbahn Naraus – Cassons seitens der zuständigen Behörden vorliegt, stellt sich der Vorstand auf den Standpunkt, dass die betreffenden Spenden noch nicht zurückbezahlt werden können.

Sollte der Spendenzweck jedoch unerreichbar werden, kann der betreffende Spender entweder eine Rückzahlung dieser verlangen oder diese an einem anderen Verwendungszweck zuzuführen. Dies ist jedoch ein individueller Entscheid des einzelnen Spenders/Spenderin. Die Vereinsversammlung hat in dieser Sache keine Entscheidungskompetenz. Der Präsident erklärt ausdrücklich, dass jeder Spender und jede Spenderin im Falle der Unerreichbarkeit des Spendenzweckes autonom entscheiden kann was mit seiner / ihrer Spende geschehen soll. Damit ist auch die Befürchtung ausgeschlossen, dass dieses Geld schlussendlich entgegen dem Wunsche des Spenders oder der Spenderin bei der Weissen Arena Gruppe landet. Deshalb gilt es in diesem Falle die weitere Entwicklung abzuwarten und erst beim Vorliegen von klaren Fakten, z.B. Bewilligung zum Rückbau der Pendelbahn Naraus - Cassons, endgültig über diese Angelegenheit zu entscheiden.



14. Ausblick des Vorstandes

Der Entscheid der zuständigen Behörden, ob die Pendelbahn Naraus - Cassons rückgebaut werden kann, steht zum heutigen Zeitpunkt noch aus. Zu gegebener Zeit muss die Zukunft der bahntechnischen Erschliessung des Cassonsgrates auch im Zusammenhang mit dem noch ausstehenden Y-Planungsarbeiten neu beurteilt werden. Erst zu diesem Zeitpunkt können die involvierten Organisationen gemeinsam die Zukunftsprobleme angehen und lösen. Seitens der Versammlung erfolgt die Empfehlung, dass die bahntechnische Erschliessung des Cassonsgrates seitens des Vereins Pro Flims-Cassons jedoch nicht aufgegeben werden soll.



15. Umfrage

Zu diesem Traktandum wird seitens der Versammlung das Wort nicht ergriffen.

Schluss der Versammlung um ca. 18:30 Uhr.



Der Protokollführer Der Präsident







Jürg Christoffel Arno Krucker