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ruinaulta - Medienmitteilung

Reto Gurtner im Gespräch mit Arno Krucker

Freitag, 18. September 2020 - ruinaulta

«WIR HABEN DAS EI DES KOLUMBUS GEFUNDEN»

Reto Gurtner im Gespräch mit Arno Krucker.
Reto Gurtner im Gespräch mit Arno Krucker. Bild Videoausschnitt

sj. «Vergessen wir die Vergangenheit und arbeiten wir an der veränderten Zukunft», so schliesst Reto Gurtner das Online-Interview mit dem Präsidenten des Vereins Pro Flims-Cassons, Arno Krucker. Und diese Zukunft bringt wahrlich eine Veränderung mit – die Cassons-Erschliessung soll mit autonomen Gondelbahnkabinen realisiert werden. Mit diesem System habe man nun «das Ei des Kolumbus» gefunden, ist Gurtner überzeugt.

Auf die Frage von Krucker, ob nach zehn Jahren nun die Odyssee für die Erschliessung ein Ende habe, meint der Chef der Bergbahnen: «Ja, sie wird ein erfreuliches Ende haben.» Man habe sich wegen des Coronavirus eingestehen müssen, dass nichts mehr so sein werde wie früher. Ein Wertewandel werde stattfinden, und dies habe die Weisse Arena dazu bewogen, wegzukommen von den geplanten Grosskabinenbahnen. «Wir gehen zurück auf Feld eins», so Gurtner, zurück zum «Y»-Projekt von 2011, «aber mit einer total modernen Technik.» Seine Inspiration sei dabei der Film «Charlie and the Chocolate Factory» gewesen, erklärt Gurtner im Video. Die Philosophie – eine Kombination von Tesla und Bergbahn. Interview Ausgearbeitet in Zusammenarbeit mit dem Flumser Seilbahnbauer Roland Bartholet.

So sollen künftig Gondelbahnen von Flims über Foppa, Startgels und Segneshütte bis hinauf nach Ils Cugns am Cassons führen. 90 Prozent der Bedürfnisse seien damit gedeckt. Einzig Naraus werde aufgegeben, so Gurtner, welches sich aber ohnehin in der roten Zone befinden würde. Zehnergondeln sollen es sein, die über einen Elektroantrieb verfügen und sich autonom auf den Weg machen können. «Die Gondel wird eigentlich sein wie ein Taxi», so Gurtner, der Gast nennt sein Ziel und wird ohne Halt bis dorthin gebracht. Dieses System bedeute viel Komfort. Zudem könne viel an Energie und Unterhaltskosten eingespart werden, da die Gondeln quasi geparkt seien und nur auf den Wegen gingen, wenn sich Personen darin befinden würden. «Sie können es sich auch analog zu einem Lift vorstellen », so Gurtner im Gespräch, die Gondel halte da, wo der Gast wolle, und nicht einfach überall.

Finanziert werden soll das Projekt mit den 20 Millionen Franken, welche die Gemeinde Flims bereits für die Erschliessung gesprochen hat, und dem gleichen von der Weissen Arena zugesagten Betrag. Den Rest wolle man über Aktionäre und Fremdkapital decken, so Gurtner im Gespräch mit Krucker.

Die noch fällige Abstimmung über den Erschliessungsplan soll in Flims im Januar stattfinden. Und die erste Sektion der neuen revolutionären Bahn will man bereits im Dezember 2021 in Betrieb nehmen, sollte es nicht zu viele Einsprachen geben, räumt der WAG-Chef ein.

Der Pro-Flims-Cassons-Präsident Arno Krucker, welcher sich mit seinem Verein seit Jahren für die Erschliessung einsetzt, zeigte sich mit den neuen Plänen ganz zufrieden. Nur ein kleiner Wermutstropfen gibt es für ihn noch – die Bahn soll bis zum Cassonsgrat führen und nicht bei Ils Cugns enden. Dafür werde man sicherlich weiterkämpfen, meint Krucker im Gespräch, und er hoffe, dass man mit dem Anliegen doch noch auf offene Ohren stossen werde..

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